Kult: Jürgen Rach

vom 15. Juni bis zum 13. Juli 2003

Lichtstrahlen,
Dia-Transparent,
Leuchtkasten: 70 cm x 50 cm x 12 cm,
2003

Jürgen Rach zeigt sich fasziniert von der Symbolkraft des Feuers und im Weiteren vom Licht.
Seine drei Leuchtkästen zeigen zwei eindrucksvolle Brände und nicht weniger eindrucksvoll, wie Sonnenstrahlen durch die Bäume eines Waldes brechen. Mit der Entdeckung des Feuers beginnt recht eigentlich die Zivilisation. Kein Wunder, dass es in vielerlei Kulten verehrt wird, von ägyptischen Feuerkulten bis hin zu den bei uns verbreiteten Osterfeuern, eher ein heidnischer denn ein christlicher Brauch. In der griechischen Mythologie wird Prometheus verehrt, der den Menschen das Feuer brachte und damit Macht, wofür ihn die Götter fürchterlich bestraften. Leonardo rühmt das Feuer, weil es die kreative Vorstellung des Künstlers beflügele. Gaston Bachelard, der französische Philosoph, rühmt die sinnliche, träumerische und weibliche Seite des Feuers. Ihr gegenüber steht wie in der Leuchtkasten-Trias von Rach das männliche, rationale, klare Licht der Sonne. Nicht umsonst wurde es zum Symbol der Aufklärung, die im Französischen l´âge de lumière, Zeitalter des Lichts, heißt.
Davor findet sich eine Art persönlicher Bildverbrennung, bzw. -vernichtung. Seine skulpturalen Werke schob der Bildhauer Rach in der Schrottskulptur zusammen, bevor er sich der künstlerischen Fotografie zuwandte.