Kult: Jens Hoff

vom 15. Juni bis zum 13. Juli 2003

Ohne Titel (Kult),
Goldacryl auf Leinwand (Format variabel),
1992 - 2003

Jens Hoff zeigt eine neue Serie von zwölf Bildtafeln. Der Maler überzeugt auch hier wieder in seinem Genre, dem figurativ realistischen, das manch einer zusammen mit der Malerei heute als obsolet abtut.

Sehr zu Unrecht, wie sich bei Hoff beobachten lässt. Der Künstler hat sich mit der Zwölf - wie die zwölf Stunden eines Tages, die zwölf Monate eines Jahres oder die zwölf Jünger des Herrn - für eine magische Zahl entschieden. In seinen Bildern verhandelt er, wie er sagt, "die dunkle Seite des Kults", und zwar exklusiv in den Farben Gold und Schwarz. Kostbare und feierliche Farben, die das Thema nicht denunzieren, aber auch nicht glorifizieren, sondern zum Nachdenken anregen.

Wir sehen drei Porträts von Massenmördern mit kannibalistischen Neigungen. Sie kommen aus drei verschiedenen Erdteilen und bezeugen die globalistische, grenzüberschreitende Seite von Perversion und Verbrechen, nicht anders als die Folter-Szene aus dem Sadomaso-Kabinett. Wir sehen von Frauen betrauerte Opfer aus afrikanischen Religionskriegen und zwei Bienen, die als Metapher ewigen Mordens ein Insekt attackieren.

In den Rahmen dieser symbolischen und emblematischen Ordnung gehören auch die Darstellung des Opferlamms und der drei Totenköpfe.